Yoga

als Vereinigung

Yoga (übersetzt bedeutet es “Vereinigung” oder “Integration”) ist eine indische philosophische Lehre, deren Ziel es ist, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, um absolute Selbsterfahrung zu erreichen. Durch dieses Bewußtsein und regelmäßige Übung der Asanas (Körperpositionen) wird der Körper und der Geist gestärkt. Es reinigt von innen heraus und unterstützt unser Nervensystem. Es fällt leichter sich zu konzentrieren, Stress kann besser vermieden und abgebaut werden, der Körper wird in seine ursprüngliche Form zurückgebracht, und das sind nur einige der gesundheitlichen Vorteile.*

Die

Ashtanga Methode

Ashtanga bedeutet übersetzt soviel wie “8-gliedriger Pfad”. Diese 8 Glieder hat der indische Gelehrte Patanjali in seinen Schriften, den Yoga Sutras des Patanjali, ca. 2500 vor Christus niedergeschrieben und noch heute werden sie vollständig überliefert. Er erklärt die Sutren als eine Lebensweise, die zu einem glücklichen und gesunden Leben führt.


Die 8 Glieder sind:
Yamas (Verhalten anderen gegenüber)
Niyamas (Verhalten sich selbst gegenüber)
Asanas (körperliche Übungen)
Pranayama (Atemkontrolle oder -erweiterung)
Pratyahara (Disziplinierung der Sinne durch ein Sich-nach-Innen-richten)
Dharana (Konzentration)
Dhyana (Meditation)
Samadhi (Kontemplation) 

Ashtanga

Yoga

1927 bis 1945 war Sri K. Pattabhi Jois (*1915-†2009) einer der frühen Schüler von Sri T. Krishnamacharya, einer der einflussreichsten Yogalehrer des 20. Jahrhunderts. Von ihm hat er eine Serie von Körperpositionen mündlich überliefert bekommen. Ursprünglich stammt diese aus einem antiken Sanskrit-Dokument.

Nach Jahren des Lernens und Unterrichtens im Sanskrit College in Mysore öffnete Sri K. Pattabhi Jois die Türen seines Hauses, um auch anderen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, bei ihm zu lernen. Etwas später eröffnete er das Shri K. Pattabhi Jois Ashtanga Yoga Institut (KPJAYI).

Er unterrichtete dort bis ins beachtliche Alter von 94 Jahren und übergab dann seinem Enkelsohn Sharath die Position des Institutsdirektors. Auch seine Mutter Saraswathi gibt bis heute diese alte Tradition an Interessierte aus aller Welt weiter. 2019 gründete Sharath sein eigenes Institut, das Sharath Yoga Center, in dem er jedes Jahr seine Schüler aus aller Welt begrüßt, um bei ihm weiterzulernen.

Das Ashtanga System ist eine dynamisch Abfolge von Körperpositionen in Kombination mit der Atmung, den Drishtis (Blickpunkten) und den Bhandas (Energieverschlüssen). Jede Position bereitet Dich auf die nächste vor, somit erlangt man nach und nach mehr Ausdauer, Kraft und Konzentrationsfähigkeit.
Geatmet wird durch die Nase während man ganz leicht die Stimmritzen verschließt (in etwa wie beim Flüstern) in Verbindung mit den Bewegungen. Dadurch wird eine innere Hitze erzeugt, die den Körper durch eine bessere Zirkulation des Blutkreislaufes und durch Schwitzen reinigt.

Die erste Serie (Primary oder Yoga Chikitsa)
Diese Serie ist die erste von sechs Serien und ist auch bekannt als “Yoga Therapie”, sie richtet den Körper aus und reinigt ihn. Sie beginnt mit Sonnengrüßen zum Aufwärmen und stehenden Positionen, um Balance, Kraft und Flexibilität in der Taille und den Beinen zu erlangen. Nach den Stehpositionen geht es weiter mit Sitzpositionen, die unter anderem Beine und Hüften kräftigen und gleichzeitig flexibler machen. Am Ende folgt die Schlussequenz, die uns wieder ausgleicht und entspannen lässt.

Die traditionelle Form des Ashtanga Yoga wird 5-6mal die Woche mit einem Lehrer geübt. Nicht jeder praktiziert die komplette Serie, Positionen werden eine nach der anderen hinzugegeben, wenn ein Schüler die vorhergehende Position gemeistert hat. Wenn auf diese Weise regelmäßig geübt wird, wird der Körper automatisch leicht und stark, Verletzungen wird vorgebeugt und schlussendlich kommt das Bewußtsein zur Ruhe. 

Mysore

Style

Die traditionelle Unterrichtsform im Ashtanga Yoga wird “Mysore Style” genannt. Geübt wird optimalerweise in der Früh zu Sonnenaufgang. Man übt in seinem eigenen Tempo und die/der Lehrer/in gibt Hilfestellungen und legt auch Hand an, den Körper in die richtige Richtung zu weisen. So bekommt jeder ganz individuell das was sie/er gerade braucht und das in ihrem/seinem persönlichen Rhythmus.

*Es ist nicht wissenschaftlich erwiesen, dass Yoga einen Besuch beim Arzt ersetzen kann.

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